Über mich
Ich bin keine Antwort. Ich bin ein sicherer Raum – in dem du deine findest.
Mein Weg
Lange Zeit sah mein Lebenslauf nach einer klassischen Erfolgsgeschichte aus. Ich war gut in der Schule. Sehr gut. Als Kind stand in meinen Zeugnissen: „Vivian träumt zu viel“. Also habe ich gelernt, wofür es Anerkennung gibt: für Leistung.
Mit zwölf Jahren zogen wir in die Schweiz. Neues Land. Neues System. Alles Gewohnte weg. In der zweisprachigen Privatschule verstand ich anfangs nicht einmal die Prüfungsaufgaben. Also machte ich, was ich bis heute tue, wenn ich etwas wirklich will: Ich brachte es mir bei. Abends übersetzte ich Schulbücher Wort für Wort – bis ich wieder dort war, wo ich mich sicher fühlte: vorne.
Später kam ein weiterer Schulwechsel und damit einher Mobbing. Rassismus. Dumme Sprüche. Ich lernte eine Lektion, die mich bis heute prägt: Manchmal rettet dich niemand. Du musst selbst klar werden und Grenzen setzen.
Ich wurde leistungsorientiert, diszipliniert, zielstrebig. Klassenbeste. Biomedizinisches Studium. Neurowissenschaftliche Forschung. Präsentation meiner Ergebnisse am Life Science Kongress. Hervorragender Abschluss. Angebote für Doktorandenstellen. Berufseintritt in die Medizintechnik. International unterwegs.
Von aussen wirkte alles stabil. Innen war mein Nervensystem im Daueranspannungsmodus. Mein Selbstwert hing an Ergebnissen. Ruhe fühlte sich falsch an. Ich wusste, wie man lernt. Ich wusste, wie man durchhält. Ich wusste, wie man Leistung bringt.
Was mir niemand beigebracht hat: wie man mit innerem Druck umgeht, wie man Stress reguliert, wie man seine Emotionen nachhaltig selbst reguliert, wie man leistungsfähig bleibt, ohne sich selbst zu verausgaben. Wie man seine Berufung/seinen Sinn findet.
Erst als ich begann, mich intensiv mit dem Nervensystem zu beschäftigen, wurde mir etwas Entscheidendes klar: Viele Menschen scheitern nicht an mangelnder Motivation oder Intelligenz. Sondern an innerer Überlastung und dem fehlenden Sinn. Besonders Kinder und Jugendliche.
Heute
Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer Welt auf, die ständig bewertet, vergleicht und beschleunigt. Ihre Nervensysteme sind noch im Aufbau. Und wir erwarten von ihnen, dass sie dauerhaft funktionieren.
Warum mir Schule so wichtig ist
Ich sehe mich in vielen Kindern wieder. In den leistungsstarken. In den stillen. In denen, die „mehr könnten“, wenn sie wüssten, WOFÜR sie sich anstrengen sollen. Und ich sehe Lehrpersonen, die ihr Bestes geben. Die Kinder fördern wollen. Die aber selbst unter Druck stehen – zwischen Lehrplan, System und Verantwortung.
Zukunftsstark ist aus genau dieser Beobachtung entstanden. Ich glaube an Leistung. Aber nicht an Leistung auf Kosten der inneren Stabilität. Ich glaube an Disziplin. Aber nicht ohne Selbstregulation. Und ich glaube daran, dass Kinder dann wirklich stark werden, wenn Erwachsene ihnen nicht nur Wissen vermitteln, sondern innere Sicherheit. Zukunftsstark verbindet neurowissenschaftliches Wissen mit alltagstauglichen Methoden, damit Kinder, Jugendliche – und auch Erwachsene – lernen, mit Druck, Emotionen und Herausforderungen gesund umzugehen.